MS Wiesbaden (2.Tour)

Endlich hat es geklappt!
Wir haben die Tour zur SMS Wiesbaden, die 2010 so schnell wegen der
schlechten Wetterverhältnisse gescheitert war, wiederholt und
erfolgreich zum Abschluß gebracht!
Mit Hilfe eines Sidescan Sonars der Firma MBT konnten wir das Wrack überraschend
schnell orten.
Das Wetterfenster für die Aktion war so kurz das wir uns darauf
eingestellt hatten, das Wrack nur zu orten und nicht zu
betauchen.
Insofern kam uns das schnelle Auffinden sehr entgegen.
Aufgeregt, wie Schuljungs, machten wir uns fertig und sammelten beim
ersten Tauchgang Indizien, die zur Identifizierung des Wracks dienten.
Da wir uns in der Nordsee befanden, gab es keine Möglichkeiten, sich erst
langsam einzutauchen, sondern es galt so viel wie möglich bei den
jeweiligen Tauchgängen zu erledigen.
Der Zweite Tauchgang bestand dann auch schon darin, die Gedenktafel
mitzunehmen und an einer geeigneten Stelle anzubringen.
Beinahe wäre uns hier die Grundzeit aus dem Ruder gelaufen, da wir auf
die Zweite Gruppe, unser Filmteam, warten mußten.
Bevor die GZ verstrich, konnten wir unsere Aufgabe erledigen.
An Bord angekommen, wollten wir noch einige Sonaraufnahmen mit höherer
Auflösung für die Dokumentation erstellen!
Und da war es dann passiert.
Wir verloren den Toefish.
An dieser Stelle waren unsere Gesichter bleich;
vorbei die anfängliche Euphorie!
Die Wetterprognose für den nächsten Tag war “zunehmend schlechteres Wetter!”
Das Teil, welches wir verloren hatten, wurde mit ca. 25-30.000 Euro
bewertet und war eine Leihgabe der Firma MBT.

Derk überlegte sich ein sinnvolles Suchkonzept und fing an die
Tauchflaschen zu füllen.
An dieser Stelle ist nochmal der Firma Bauer gedankt, die uns einen
Kompressor zur Verfügung gestellt hat.
Es war nicht möglich, das Gerät für den Zeitraum der Expedition zu versichern.
Am nächsten Tag machten Holger Amecke und Derk Remmers sich zum Tauchen
fertig und besprachen nochmals ihre Strategie.
Am Horizont zog Nebel auf, was es dem Oberflächensupport sehr schwer
machte, die langsam kabbelig werdende Meeresoberfläche, zu überwachen.
Es war für uns die längste Wache und für uns, war Weihnachten und
Neujahr gleichzeitig, als die Bojen mit dem Fish dran, an der Wasseroberfläche auftauchten.
Das war buchstäblich in letzter Minute.
Zwei Stunden später war es nicht mehr möglich zu tauchen.
Egal wir waren überglücklich, hatten wir doch unser Equipment wieder,
alle Bilder im Kasten und auch sonst keine Blessuren erlitten.
Getreu dem Motto “don`t push your Luck” , traten wir die Heimreise an,
öffneten unseren Sekt und feierten unseren Erfolg.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal an allen Beteiligten der Tour,
für ihren Einsatz, danken.

Team TDN

Das Expeditionstagebuch:

Expeditionstagebuch

 

Hier noch ein paar Presse Links:

Wiesbadener Tagblatt

Spiegel

Kieler Nachrichten

Ein Kommentar zu “MS Wiesbaden (2.Tour)

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