Simon Mitchel

Die taucherische Vita von Simon Mitchel beginnt 1974; zügig arbeitet er sich durch die Ausbildungsgänge zum Sport- bzw. technischen Tauchen und beginnt mit Kreislaufgeräten zu tauchen. Er war und ist an diversen Projekten zur Identifikation von tiefen Wracks (ca. 180m) in Australien / Neu Seeland beteiligt.
Simon ist Taucherarzt und leitet das Institut für Anästhesie an der Universität in Auckland. Mit über 130 Veröffentlichungen (u.a. ‚Physiology & Medicine of Diving‘, 5th ed.) hat er sich intensiv um die Weiterentwicklung unseres Wissens zur Dekompression, zur Physiologie beim Tieftauchen sowie zur grundsätzlichen Wirkweise von Kreislaufgeräten auf den menschlichen Körper verdient gemacht.

2010 wurde Simon mit dem Albert R. Behnke Preis ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung im Bereich der hyperbaren Medizin. 2014 erhielt er den Eurotek Discover Award, 2015 den DAN / Rolex Award für seine Beiträge zur Sicherheit beim Tauchen. In jüngerer Zeit hat er sich intensiv mit der Frage der Gasdichte beim Tieftauchen gefaßt und gezeigt, wie wichtig diese Variable bei der Tauchgangsplanung ist.

Simon wird nicht nur als Experte geschätzt, sondern auch als ein Redner, der komplexe Sachverhalte verständlich und fesselnd darstellen kann. Wir freuen uns daher mit ihm 2 Themenkomplexe zu diskutieren:

Dekompression – mit Deep Stops oder ohne?
Die am weitesten verbreiteten Deko-Modelle sind blasen-orientiert. Eine Annahme in vielen dieser Modelle ist das tiefere Deko-Stops die Dekomprimierung effizienter und gesünder machen. Seit Kurzem gibt es jedoch Hinweise darauf, dass diese Deko-Strategie einige Nachteile aufweist. Was bedeutet dies für unsere Deko-Strategien? Welche Anpassungen sollten wir vornehmen?

Rebreather-Fragen
Hier werden verschiedene Fragen diskutiert, die für jeden Kreisel-Interessierten hoch-relevant sind, u.a.:

  • Welche Rolle spielt das Anatmen des Kreisels? Kann man damit zuverlässig Probleme beim Packen des Kalkes erkennen?
  • Inwieweit sind medizinische CO2-Absorber für Taucher verwendbar?
  • Wie beeinflußt die Lagermethode des partiell benutzen Kalks die zukünftige Leistungsfähigkeit?
  • etc.

 

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