Gareth Lock -Human Factors in Diving-

Gareth Lock beendete 2015 nach 25 Jahren seinen aktiven Dienst in der Royal Air Force; er hatte dort als Fluglehrer, Supervisor und Systemtechniker gearbeitet. Bereits in den letzten Jahren seiner Militärzeit keimte in ihm das Interesse an den ‚menschlichen Faktoren‘ (Human Factors) im Tauchen. Seitdem ist es zu seiner Leidenschaft, Profession und zur neuen Karriere geworden, von der wir im Rahmen des Tech-Symposiums profitieren werden!

Gareth begann 2005 intensiver zu tauchen und hat den Großteil seiner Taucherausbildung bei GUE absolviert. Gareth besitzt seit 2008 die GUE Qualifikation Tech 2 /Advanced Trimix. Seitdem hat er sich zusätzlich für den JJ CCR qualifiziert. Er ist ein begeisterter Wrackfotograf, der die Kaltwasserwracks in Norwegen oder Großbritannien bevorzugt. Seine Tauchreisen führen ihn häufiger nach Norwegen, Malta, Ägypten, USA sowie Südafrika.

Gareth’s Vortrag beschäftigt sich mit dem „menschlichen Faktor“, der bei einem möglichen Tauchunfall ein wichtiges Kriterium darstellt. Gareth meint: “Jeder möchte etwas über DEN Tauchunfall, und wie es passiert ist, wissen. Wenn wir das tun, schütteln wir oft den Kopf und fragen uns, wie das denn nur passieren konnte.
Wie lassen sich Unfälle vermeiden? Eine Analyse von Tauch- (und sonstigen) Unfällen zeigt: Die Dinge laufen aus denselben Gründen richtig, aus denen sie auch schief gehen. Wir alle können in einem Moment Probleme optimal lösen und gleichzeitig können wir in einer anderen Situation komplett versagen. Wir passen uns meist gut an neue Situationen an. Es wird dann schwierig, wenn die zur Verfügung stehenden Ressourcen (Zeit, Wissen, Erfahrung und Fähigkeiten) nicht zu den Anforderungen einer Situation passen. Oft wissen wir erst nach einer Entscheidung, ob diese in der spezifischen Situation zum richtigen Ergebnis führt, z.B. dem unfallfreien Überstehen eines kritischen Ereignisses.

Gareth wird mit uns über diese Human Factors sprechen und darüber diskutieren wie wir mit ihnen optimal umgehen sollten. Hierbei wird er zeigen, dass die Gründe für das Eintreten eines Tauchunfalls oft keine „technischen“ Fähigkeiten oder Aufgaben wie Auftriebskontrolle, Ausrüstung, Notfallverfahren betreffen. Oft liegt das Defizit bei den nicht-technischen Fähigkeiten (Entscheidungsfindung, Teamarbeit, Situationsbewusstsein und Kommunikation). Damit ergibt sich die Notwendigkeit, genau diese Dinge weiter zu entwickeln.
Gareth ist ein brillanter und klarer Redner und wir sind sehr gespannt auf seinen Vortrag!

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