Tauchgang ins Totenreich, Faszination moderne UW-Archäologie

Dr. Florian Huber ist Unterwasserarchäologe und 1975 in München geboren. Aufgewachsen im wunderschönen Isarwinkel, in Lenggries, studierte er ab 1997 Ur- und Frühgeschichte, Anthropologie, Nordische Philologie und Ethnologie in München, Umeå (Schweden) sowie in Kiel.

Da er neben den Bergen schon immer auch von Wasser bzw. dem Meer fasziniert war, beschloss er, sich auf die Unterwasserarchäologie, sowie das Forschungstauchen zu spezialisieren. So kam der Bayer in den hohen Norden, nach Kiel. Dort konnte er Archäologie und Tauchen verbinden!

Nach verschiedenen Stationen im Dienst der Wissenschaft, war er von 2004 – 2014 Leiter der Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie (AMLA) am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität.

2013 gründete er zusammen mit Freunden und Kollegen die Firma SUBMARIS, ein Dienstleistungsunternehmen im Bereich Forschungstauchen für Wissenschaft und Medien.
Florian Huber sagt „ Es gibt rund drei Millionen Schiffswracks, sowie unzählige versunkene Städte und Siedlungen in unseren Weltmeeren. Das ist Grund genug für mich unserem kulturellen Erbe buchstäblich auf den Grund zu gehen.“

Florian Huber wird uns in seinem Vortrag mitnehmen zur Mars, dem größten schwedischen Kriegsschiff des 16. Jahrhunderts, zu versunkenen steinzeitlichen Siedlungen an der Ostseeküste, zu einem Maya-Friedhof in den Cenoten Mexikos, in die Tiefen des Nürnberger Brunnens und  zu einem  deutschen U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg, das unter mysteriösen Umständen vor Helgoland untergegangen ist. Anhand dieser und weiterer Beispiele erklärt der Wissenschaftler, wie moderne Unterwasserarchäologie arbeitet, an welchen ungewöhnlichen Orten man Archäologie findet, welche Techniken zum Einsatz kommen, wie man dokumentiert  und wie sich interessierte Taucher einbringen können.

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